Willkommen hinter den Kulissen: Wenn historische Räume nach neuen Geschichten rufen

Hallo Freunde der Fotografie, ich nehme euch heute mit an einen Ort, der normalerweise im Verborgenen liegt. Heute gibt es mal was ganz Besonderes. Stellt euch vor: Ihr betretet ein Gelände, auf dem die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Es riecht nach altem Staub, nach Öl, nach harter Arbeit und nach Geschichte. Ich bin auf dem Gelände einer privaten Zeche – der Zeche Heinrich Robert. Und das Beste daran? Es ist kein normaler Lost Place, den man mal eben so betritt. Es sind exklusive, nicht frei zugängliche Areale.

Der Betreiber dieses beeindruckenden Geländes hat mir eine Möglichkeit eröffnet, bei der mein kreatives Herz sofort einen Sprung gemacht hat. Wir planen hier Fotografie-Workshops und Meetups. Genau das, was ich früher schon bei mir im „Boden und Magic“ gemacht habe, nur eben in einer völlig neuen, rohen Dimension. Ich wollte euch in diesem Video und Beitrag einfach mal ungefiltert mitnehmen, um euch zu zeigen, was eigentlich passiert, bevor das erste Model vor der Kamera steht.

Die Zeche Heinrich Robert: Ein ungeschliffener Diamant für die Urban- und Peoplefotografie

Location Scouting ist für mich nicht einfach nur das Suchen nach einem Hintergrund. Es ist das Suchen nach einer Bühne. Wenn ich durch dieses alte Zechengelände laufe, sehe ich nicht nur verrostete Maschinen oder eine verlassene Lohnhalle, in der früher der technische Direktor saß. Ich sehe Linien, ich sehe, wie das spärliche Tageslicht durch verschmutze Fenster bricht und harte, ehrliche Schatten wirft. Schatten erzählen Geschichten. Sie lassen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.

„Heute war mein erster Besuch, wir sind so zwei Stunden lang herumgegangen und ich habe mich umgeschaut. Die Areale sind einfach nur bombastisch und vor allen Dingen praktisch noch nie fotografiert – jedenfalls noch nicht so, wie wir es machen wollen.“

Was mich sofort fasziniert hat, ist die archaische Wucht dieser Architektur. Schaut mal im Video auf die massiven Stahlträger, die alten Schalter und dieses rohe, teils wunderschön zugewachsene, grüne Umfeld. Für die cinematische Bildsprache ist das ein absolutes Paradies. Du brauchst keine Kulisse aufbauen, die Kulisse ist schon da. Sie hat Textur, sie hat Charakter.

Licht, Schatten und die Magie der Nebelmaschine

Wie fotografiert man an so einem Ort? In der normalen Fotografie würde man vielleicht einfach alles hell ausleuchten wollen. Aber das ist nicht mein Stil. Wenn ich an diesem Ort ankomme, denke ich in Kontrasten. Das dunkle, dreckige Stahlwerk verlangt nach einer ganz bestimmten Lichtführung.

Ich werde hier definitiv mit Akku-Blitzen arbeiten. Warum? Um mein eigenes, gerichtetes Licht gegen das vorhandene Umgebungslicht (Ambient Light) zu setzen. Und ganz wichtig: die Nebelmaschine. In so einer unruhigen, von Details wimmelnden Umgebung aus Rohren und Stahlträgern brauchst du etwas, das dein Motiv vom Hintergrund löst. Nebel schafft Tiefe. Wenn du einen Blitz hinter dein Model stellst und ihn durch den Nebel in die Kamera feuern lässt, kreierst du sofort diesen cinematischen Look, der eine Geschichte erzählt. Das Tageslicht werden wir natürlich auch nutzen – aber wir werden es formen.

Von der ersten Idee zum Workshop: Wie ein Konzept entsteht

Viele sehen immer nur die fertigen, polierten Bilder auf Instagram oder in Ausstellungen. Aber der Weg dorthin? Der ist oft steinig, improvisiert und verlangt viel Planung. Dieser Rundgang war mein erster Eindruck, ein reines Brainstorming.

„Für mich heißt es jetzt erst mal Modelle überlegen, Anstellungen oder Überlegungen anstellen, wie ich hier was mache, welche Themen ich aufgreife. Die Idee war eigentlich von Beauty, Fashion bis Matrix oder halt auch irgendwelche historischen Gewänder.“

Genau diese Extreme machen es so spannend. Stellt euch den Kontrast vor: Ein zartes, hochkarätiges Beauty- oder Fashion-Model in einer aufwendigen Robe, mitten in der staubigen Maschinenhalle einer Zeche. Oder wir gehen voll in die Storyteller-Richtung – düstere „Matrix“-Atmosphäre, Ledermäntel, hartes Blitzlicht, vielleicht sogar historische Gewänder, die den Geist vergangener Zeiten atmen. Der Raum diktiert die Möglichkeiten, aber unsere Kreativität füllt ihn mit Leben.

Es ist nicht einfach. Ein solches Gelände birgt Sicherheitsrisiken, es ist schmutzig, man muss Strom für manche Nebelmaschinen oder Dauerlichter bedenken (auch wenn wir viel mit Akku-Blitzen machen). Aber gerade das reizt mich daran. Ich feile jetzt an den Konzepten und werde in der nächsten Zeit die Themen für die Workshops konkretisieren.

Der Fall der Sony ZV-1: Warum Ausrüstung nicht alles ist

Ich möchte noch eine kleine, ungefilterte Anekdote mit euch teilen, die mir beim Dreh dieses Videos passiert ist. Ihr wisst, ich bin kein Technik-Nerd, der sich stundenlang an irgendwelchen Kamera-Spezifikationen aufhängt. Licht ist Emotion, nicht Megapixel.

Vor drei Tagen hatte ich mir die kleine Sony ZV-1 zugelegt – eine Vlogging-Kamera, die perfekt in die Hosentasche passt, um euch genau auf solche Location-Scouting-Touren mitzunehmen. Keine dicke Ausrüstung, einfach draufhalten. Ich kenne die genauen Einstellungen noch nicht hundertprozentig, der Ton schwankt vielleicht ein wenig im Video, aber das ist unwichtig, solange die Geschichte transportiert wird. Und was passiert direkt am Anfang meines Besuchs auf der Zeche?

„Mir ist die Kamera heruntergefallen. Ergebnis: Dieses Teil ist abgebrochen. Naja, was passiert hier? Immer neue Kamera, weiter kalt und warm halten.“

Da bricht halt direkt ein Stück von der nagelneuen Kamera ab! Ärgerlich? Ein bisschen. Aber hindert es mich daran, euch diese fantastische Location zu zeigen? Überhaupt nicht. Werkzeuge bekommen Schrammen. Wenn wir uns zu sehr auf die makellose Technik fokussieren, vergessen wir das Wichtigste: Das Motiv und das Gefühl. Die Kamera zeichnet immer noch auf, die Geschichte lebt weiter. Lasst euch also von technischem Perfektionismus nicht eure Kreativität rauben.

Fazit: Wie geht es jetzt weiter?

Dieser Rundgang durch die Zeche Heinrich Robert war erst der Anfang. Die Areale sind unglaublich inspirierend und ich spüre schon förmlich, wie wir hier mit Licht und Schatten spielen werden. Es wird schmutzig, es wird kreativ, es wird hoch emotional.

Wenn ihr Lust bekommen habt und euch fragt, wie so ein Lost Place Shooting abgeht, schaut euch unbedingt das Video oben an und genießt die Bilder von der Umgebung. Saugt diese raue Atmosphäre auf.

Habt ihr Interesse, bei einem dieser exklusiven Workshops dabei zu sein? Dann schnallt euch an und haltet die Augen offen. Ich werde die Workshops und Meetups in Kürze auf Facebook unter „Ortwin Schneider Kreative Fotografie“ und in meinen anderen Kanälen ausschreiben. Die Plätze werden durch die Exklusivität des Geländes natürlich begrenzt sein.

Hinterlasst mir gerne eure Kommentare – sowohl hier als auch unter dem Video. Was würdet ihr in so einer Kulisse am liebsten shooten? Fashion? Cosplay? Oder raue Porträts? Lasst uns diskutieren, die KI in unserem Kopf einschalten und Ideen spinnen. Genießt das Video und bis zum nächsten Mal, wenn wir wieder mit Licht malen und die Schatten erzählen lassen.

Bleibt Kreativ Ortwin!

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