Willkommen im SchickiNicki: Wo Licht auf Leidenschaft trifft

Hallo zusammen, schön, dass ihr wieder dabei seid. Ich nehme euch heute mit an einen Ort, der für uns Fotografen eigentlich wie ein leerer Malkasten ist – ein Raum voller Möglichkeiten, in dem wir mit Licht und Schatten unsere Geschichten malen können. Wir sind im Mietstudio von Peter Nickel in Wuppertal, direkt an der Autobahn gelegen. Ein Ort, an dem sich People- und Studiofotografen die Klinke in die Hand geben.

In meinem neuen Video habe ich Peter besucht, um nicht über Kamera-Specs oder Megapixel zu sprechen, sondern über das, was wirklich zählt: Die Menschen, die Konzepte hinter den Kulissen und die pure Freude daran, ein Lichtset aufzubauen und zu sehen, wie die erste weiche Schattenkante das Gesicht des Models formt. Schaut euch das Video an, um den ganzen Rundgang zu erleben – aber lasst mich euch hier schon mal ein bisschen Appetit auf das machen, was wir besprochen haben.

Warum „SchickiNicki“? Ein Name mit einem Augenzwinkern

Wenn man 250 Quadratmeter Studiofläche betritt, spürt man sofort die Energie. Es gibt unzählige Sets, verschiedene Hintergründe und überall steht Technik, die nur darauf wartet, dass man ihr Leben einhaucht. Aber warum heißt der Laden eigentlich SchickiNicki? Das war eine der ersten Fragen, die ich Peter stellen musste.

Oft nehmen wir Fotografen uns selbst viel zu ernst. Wir werfen mit Fachbegriffen wie Streulicht, Falloff und Cinematographie um uns. Peter sieht das pragmatisch und vor allem mit Humor. „Schickimicki kommt eben von Nickel, kommt gut an, lässt sich besser merken“, meint er lachend. Und genau das ist die Philosophie: Es geht hier nicht um elitäres Gehabe, sondern um einen Ort, an dem Profis und Anfänger gleichermaßen kreativ sein können.

Das Faszinierende an Peter ist seine tiefe, ungefilterte Motivation. Wer glaubt, dass man mit so einem riesigen Studio heute noch schnell reich wird, der irrt sich gewaltig.

„Das mache ich eigentlich aber als Hobby, weil Geld verdienen kann man damit nicht mehr.“

Es ist die pure Leidenschaft für die Fashion- und Peoplefotografie, die ihn antreibt. Und das merkt man in jedem Winkel des Studios. Er liebt es, wenn Menschen reinkommen, Ideen mitbringen und er ihnen helfen kann, das richtige Licht zu setzen.

Dauerfeuer vs. Lichtphilosophie: Die Geschichte von den 2000 Bildern

Als Licht-Philosoph geht mir bei einer Geschichte aus dem Interview besonders das Herz auf – oder besser gesagt, mir stellen sich die Nackenhaare auf. Ich habe Peter gefragt, was der komischste Kunde war, den er je hatte. Seine Antwort bringt perfekt auf den Punkt, was in der modernen Fotografie manchmal schiefläuft.

„Allerdings hatte ich einmal einen Kunden hier, der war ganz stolz darauf, dass er innerhalb von drei Stunden 2000 Bilder gemacht hat. Ich habe Tränen in den Augen gehabt.“

Könnt ihr euch das vorstellen? 2000 Bilder in drei Stunden! Ich sage es euch ehrlich: Das hat nichts mit cinematischer Bildsprache oder emotionalem Storytelling zu tun. Das ist Maschinengewehr-Fotografie. Eine Blitzanlage muss laden, das Licht braucht Zeit, um zu wirken.

Wir machen ein Bild nicht, indem wir den Auslöser gedrückt halten und hoffen, dass ein Treffer dabei ist. Wir formen das Licht. Wir schauen, wie der Schatten unter dem Kinn fällt, ob das Catchlight in den Augen des Models die richtige Emotion transportiert. Es geht um die ruhigen Momente im Studio. Die Kommunikation. Ich habe lieber am Ende drei Stunden gearbeitet und gehe mit fünf magischen Bildern nach Hause, als mich durch 2000 belanglose Schnappschüsse quälen zu müssen.

Von Guido Maria Kretschmer bis zum eigenen Regen-Setup

Ein Studio dieser Größe zieht natürlich die unterschiedlichsten Produktionen an. Peter erzählte mir von seinem alten, sage und schreibe 1600 Quadratmeter großen Studio, in dem sogar Guido Maria Kretschmer für RTL und ProSieben shootete. Da rückten dann vier Models und zwölf Leute aus der Crew für einen ganzen Tag an. Solche Geschichten zeigen, wie wichtig flexible und gut ausgestattete Räume für die Branche sind.

Aber auch im aktuellen SchickiNicki bleibt Peter nicht stehen. Er baut ständig um. Als ich dort war, plante er gerade ein komplettes Wasser- und Regen-Setup. Wasser im Studio! Das ist für uns Fotografen ein absoluter Traum. Das Licht bricht sich in den Wassertropfen, auf nasser Haut entstehen unfassbare Reflexionen und dramatische Highlights. Das ist genau das, was ich unter kreativem Spielplatz verstehe.

Gemeinsam wachsen: Model Sharings und die Bedeutung von Community

Was ich an der Studiofotografie so liebe, ist der Austausch. Man lernt nie aus. Peter bietet regelmäßig sogenannte Model Sharings an. Das bedeutet: Er organisiert tolle Models, und eine Handvoll Fotografen (maximal vier) teilt sich die Zeit und die Kosten. Jeder hat immer so fünf bis zehn Minuten Zeit im Set, um seine Bilder zu machen.

Das klingt im ersten Moment nach Stress, aber eigentlich ist es eine brillante Schule. Man muss seinen Fokus finden. Man lernt von den anderen, schaut, wie der Kollege das Licht justiert, und arbeitet gemeinsam anstatt gegeneinander. Peter betont im Video ganz klar:

„Das Wichtige ist, dass die Kunden hier vernünftig rausgehen. Wenn Profis da sind, schauen sich die neuen das an, und man lernt immer auch vom anderen.“

Außerdem gibt Peter oft jungen Praktikanten die Chance, Studioluft zu schnuppern. Er bringt ihnen bei, wie man Lichtsets baut, und gibt ihnen den Raum, kreativ zu werden. Das ist Gold wert in einer Zeit, in der sich viele hinter ihren Bildschirmen und der KI verstecken. KI ist ein cooler Sparringspartner für die Ideefindung, aber das echte, warme Licht im Studio auf einem echten Gesicht – das kann dir kein Server der Welt ersetzen.

Ein Wort zu den Preisen – Leidenschaft schlägt Profit

Falls ihr jetzt denkt, sich in so ein Studio einzumieten, kostet gleich ein kleines Vermögen: Falsch gedacht. Wir haben im Interview über Preise gesprochen. Peter nimmt für drei Stunden etwa 120 Euro. Das sind 40 bis 50 Euro die Stunde – und das seit 15 Jahren! Für das, was an Blitzen, Lichtformern und Sets da herumsteht, ist das mehr als fair. Es zeigt eben wieder, dass hinter dem SchickiNicki jemand steht, dem es um die Fotografie geht und nicht um schnelle Gewinne.

Fazit: Geht raus, geht ins Studio, formt das Licht!

Dieses Interview war für mich wieder eine wunderbare Bestätigung: Die Fotografie lebt von den Menschen. Von Typen wie Peter, die Räume schaffen, in denen wir uns ausleben können. Von Models, die Emotionen transportieren. Und von Fotografen, die bereit sind, zu lernen und die Magie von richtig gesetztem Licht zu verstehen.

Ich lade euch ein: Schaut euch das ganze Video oben an. Hört euch Peters Geschichten an, seht euch die Location an und holt euch Inspiration. Und wenn ihr aus dem Ruhrgebiet oder der Umgebung Wuppertals kommt – mietet euch mal ein. Traut euch an die großen Softboxen, probiert harte Schatten mit Standardreflektoren aus und lasst die Dauerfeuer-Taste an der Kamera mal in Ruhe.

Wenn euch das Video gefällt, lasst mir gerne einen Kommentar unter dem Video auf YouTube da – erzählt mir von euren Studio-Erfahrungen! Und wie ich im Video schon gesagt habe: Abonniert den Kanal. Und solltet ihr das Video überhaupt nicht mögen… dann drückt den Dislike-Button. Aber bitte ganz wichtig: Drückt ihn zweimal! Denn zweimal drücken zeigt viel mehr Emotionen als nur einmal. Ihr wisst Bescheid! 😉

In diesem Sinne – bleibt kreativ, achtet auf das Licht und bis zum nächsten Mal,

Ortwin

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