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Nach müde kommt blöd: Willkommen im Chaos meines Studioumzugs

Hey Leute, ich nehme euch heute mal wieder mit hinter die Kulissen. Und wenn ich sage "hinter die Kulissen", dann meine ich nicht das geile, perfekt ausgeleuchtete Behind-the-Scenes eines Fashion-Shootings, sondern die pure, ungefilterte Realität. Die Realität, die nach Staub, Schweiß und billiger Wandfarbe schmeckt. Willkommen zum Update meines Studioumzugs!

Es gibt diesen wunderbaren Spruch, den wahrscheinlich jeder kennt, der schon mal nächtelang durchgearbeitet hat: Nach müde kommt blöd. Und genau an diesem Punkt bin ich in meinem aktuellen Vlog angekommen. Wer mich kennt, weiß: Für mich ist die Studiofotografie kein steriler Job. Sie ist Leidenschaft, sie ist das Erschaffen von Welten aus Licht und Schatten. Aber bevor man diese cineastischen Welten erschaffen kann, muss man verdammt noch mal Wände streichen und Rigipsplatten schleppen.

„Nach müde kommt blöd. Willkommen zum Update zum Studioumzug. Ich bin hier noch in meinem alten Studio... Willkommen im Chaos.“

In diesem Video zeige ich euch den harten Bruch zwischen dem alten und dem neuen Raum. Und ich erzähle euch, warum ein kreativer Raum erst dann wirklich dir gehört, wenn du ihn mit deinen eigenen Händen (und ein paar Fehlkalkulationen) aufgebaut hast.

Der Abschied vom alten Studio: Weiße Wände und Erinnerungen

Schaut euch im Video mal den Anfang an. Ich stehe in meinem alten Studio. Oder besser gesagt: In dem, was davon übrig ist. Wenn man auszieht, muss man die Räume meist "besenrein und weiß" übergeben. Was für ein trauriges Wort eigentlich für einen Raum, in dem man so viele Emotionen eingefangen hat.

„Die Wand da weiß, die habe ich dreimal überstreichen müssen. Vielleicht kommt mein Vermieter vorbei und nimmt den Raum ab, das sollte alles klappen.“

Dreimal musste ich diese Wand überstreichen! Wenn ihr wüsstet, wie viele meiner cineastischen Porträts genau vor dieser Wand entstanden sind. Hier habe ich mit harten Schatten gespielt, mit tiefen, satten Farben, mit Low-Key-Setups, die Geschichten erzählt haben. Und jetzt? Jetzt ist es einfach nur eine sterile, weiße Fläche. Das ist der Moment, in dem einem klar wird: Die Magie der Studiofotografie liegt nicht in den vier Wänden. Sie liegt in dem, was wir mit dem Licht anstellen. Die Location selbst ist nur unsere Leinwand. Aber eins steht fest: Ich bin froh, wenn die Übergabe durch ist und ich dieses weiße Kapitel abschließen kann.

Die Philosophie des Lichts: Warum mir die Baustellen-Beleuchtung wehtut

Der Schnitt im Video bringt uns direkt rüber ins neue Studio. Und Leute, als Fotograf und Licht-Philosoph blutet mir hier aktuell noch das Herz. Licht ist für mich nicht einfach nur Helligkeit. Licht formt Gesichter, Licht kreiert Tiefe, Licht ist das direkteste Werkzeug für Emotionen, das wir in der Fotografie haben.

Und was habe ich im Moment im neuen Raum?

„Hier habe ich jetzt meine Deckenfunzel an, die muss ich noch auf Tageslicht umschalten, die sind einfach nur kräftig gelb.“

Eine "krästig gelbe Deckenfunzel". Das ist der absolute Albtraum für jede Form von Urban- oder Peoplefotografie. Dieses flache, fiese Baustellen-Gelb schluckt jeden Kontrast und macht alles zu einem einzigen, unattraktiven Einheitsbrei. Eines der ersten Dinge, die ich tun werde, wenn die groben Bauarbeiten durch sind: Das Lichtkonzept komplett umbauen. Ich brauche sauberes Tageslicht, um Sets zu bauen, und vor allem brauche ich die totale Kontrolle. Ein Studio ist für mich wie ein Theater. Wenn ich das Arbeitslicht ausmache, muss absolute Dunkelheit herrschen, damit meine Blitze und Dauerlichter die Regie übernehmen können. Aber bis dahin muss ich wohl oder übel im Schein der gelben Funzel weiterarbeiten.

Der Rigips-Fail: Wenn die Mathematik dich verlässt

Jetzt kommen wir zu meinem absoluten Highlight des Videos – der Moment, in dem der Titel "Nach müde kommt blöd" seine volle Berechtigung bekommt. Wenn man ein Fotostudio einrichtet, will man oft zu schnell zu viel. Ich wollte diese Wand verkleiden. Also habe ich Halter an die Decke geschraubt. Natürlich mit zu großen Schrauben, sodass mir die Dübel direkt wieder entgegenkamen. Also Plan B: einen zweiten Halter anbringen. Soweit, so handwerklich normal.

Aber dann kam das Materialspiel. Ein Kollege hat mir freundlicherweise Rigipsplatten mitgebracht. Maß: 2 Meter mal 1,25 Meter. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich mir: "Hey, ich habe da auch noch Platten! Die sind 60 mal 120."

„Bei 1,60m macht genau 2,60m, das ist die Höhe, die ich für die Regipsplatten brauchte... 125 und 120 sind aber unterschiedliche Maße. Das habe ich eigentlich erst bedacht, nachdem ich alles schon so halb fertig geschraubt hatte.“

Da stand ich also. Die Wand halb hochgezogen, die Schrauben versenkt, und plötzlich fällt mir auf, dass 1,25 Meter Breite und 1,20 Meter Breite nicht bündig abschließen. Es fehlten diese verdammten 5 Zentimeter! Leute, ich sag's euch, in solchen Momenten stehst du im Staub und fragst dich, warum du nicht einfach Landschaftsfotograf geworden bist, wo die Bäume schon fertig in der Gegend rumstehen.

Was bedeutet das jetzt? Richtig: stückeln. Ich muss diese Lücken mühsam mit Rigips-Resten auffüllen, spachteln und schleifen. Es ist nervig, es kostet Zeit, aber wisst ihr was? Das ist genau der Vibe eines kreativen Prozesses. Nichts ist sofort perfekt. Weder ein neues Licht-Setup beim Shoot, noch die Wand, vor der das Model später steht. Aber am Ende, wenn die Farbe drauf ist und die Schatten fallen, sieht niemand mehr das Chaos darunter. Das ist die Illusion, die wir erschaffen.

Der Countdown läuft: Das Fotografentreffen

Warum erzähle ich euch das alles und mache mir diesen Stress? Weil ich einen Ort schaffen will, der nicht nur für mich da ist. Ich dokumentiere diesen Studioumzug nicht nur als persönliches Tagebuch, sondern um euch die Evolution einer Location zu zeigen.

Aber es gibt eine Deadline, und die sitzt mir massiv im Nacken:

„Heute ist Donnerstag. Montag ist hier das erste Fotografentreffen. Bin mal gespannt, ob das bis dahin alles okay ist.“

Vier Tage. Von Donnerstag bis Montag. Vier Tage, um das Rigips-Stückel-Chaos zu beseitigen, die Wände glatt zu ziehen, die gelbe Deckenfunzel gegen etwas Vernünftiges zu tauschen und den Raum so herzurichten, dass man Menschen darin empfangen kann. Ein Fotografentreffen lebt von der Atmosphäre. Es geht um Austausch, um Inspiration, vielleicht auch darum, die Kameras in die Hand zu nehmen und spontan KI-Konzepte oder neue cineastische Looks an einem Model auszuprobieren. Da kann ich die Leute schlecht zwischen schiefen Rigipsplatten und offenen Dübellöchern stehen lassen.

Fazit: Begleitet mich auf dieser Reise!

Ich glaube wirklich fest daran: Die Energie, die du in den Aufbau eines Raumes steckst, spiegelt sich später in den Bildern wider. Jeder Schweißtropfen, jede falsch gesetzte Schraube und jede gestückelte Platte machen dieses Studio zu *meinem* Studio. Es ist authentisch, es ist ungefiltert – genau wie meine Porträts.

Wenn ihr sehen wollt, wie dieses absolute Chaos in Bewegung aussieht, wie ich vor der weißen Wand meines alten Studios stehe und im neuen Raum meine Mathe-Künste bedaure, dann klickt oben auf das Video. Schaut euch Vlog 18 an und leidet ein bisschen mit mir.

Und vor allem: Drückt mir die Daumen für Montag! Lasst mir gerne einen Kommentar unter dem Video da, ob ihr auch schon mal solche "Müde-kommt-blöd"-Momente bei euren kreativen Projekten hattet. Ich freue mich auf eure Geschichten.

Bis zum nächsten Mal, euer Ortwin.

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