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Hallo und willkommen: Das Abenteuer Business geht weiter

Hallo und willkommen auf meinem Blog – oder besser gesagt, in meinem ganz persönlichen Abenteuer Business. Ich nehme euch heute wieder mit auf meine Reise. Von der ersten flüchtigen Idee, eine Workshop-Reihe für die People- und Studiofotografie aufzubauen, bis hin zu dem Moment, wo die Dinge wirklich ernst werden. Wo das erste bezahlte Shooting ansteht. Wo Träume plötzlich auf die harte, ungeschminkte Realität treffen.

Was ist diese Woche passiert? Ich hatte euch im letzten Video eigentlich etwas anderes versprochen. Ich dachte, ich lasse das Thema erst einmal ruhen. Aber hey – das Leben als Fotograf und aufkommender Selbstständiger hält sich nicht an Skripte. Es sind ein paar Dinge passiert, die einfach zu interessant sind, als dass ich sie für mich behalten könnte. Dinge, über die ich ehrlich gesagt ziemlich schmunzeln musste. Vor allem, wenn es um das große, leuchtende Thema Werbung geht. Aber schaut mal selbst, ich habe das im Video oben alles für euch festgehalten.

Der Workshop-Launch und die Schatten der Realität

Es ist endlich so weit: Die ersten Workshops sind online. Richtig online. Das ist ein unglaubliches Gefühl. Du sitzt da, hast Wochen und Monate in die Konzeption gesteckt, das Licht in Gedanken schon geformt, die Schatten platziert, und dann drückst du auf „Veröffentlichen“. Vier Stück haben wir direkt in den Ring geworfen.

Aber wie das in der Peoplefotografie nun mal so ist: Du kannst das Setup noch so perfekt planen, am Ende arbeitest du mit Menschen. Und Menschen haben ihr eigenes Leben. Und manchmal grätscht dieses Leben genau in deinen Launch-Tag hinein.

„Am Tag der Veröffentlichung hatte ich leider ein Problem: Eins meiner Modelle musste den Termin verschieben. Das Model, um das es ging, ist jetzt für zwei Monate in der Türkei gebucht worden. Da war der Ein-Tages-Workshop dann doch nicht gerade das, was man davor schieben wollte.“

Ganz ehrlich? Das ist völlig okay. Es ist genau das, was unseren Job ausmacht. Cinematische Bildsprache entsteht nicht, wenn alles starr nach Plan läuft, sondern wenn wir dynamisch auf die Situation reagieren. Das Kreativquartier Zeche Havkenscheid hat super mitgespielt, wir haben die Termine umgelegt und nach einer halben Stunde war die Krise gemeistert. Flexibilität ist das wichtigste Werkzeug in deiner Kameratasche – noch vor jedem Objektiv.

Die digitale Heimat: Baustelle Website und alte Geister

Wenn du den Schritt in die Teilselbstständigkeit gehst, musst du dich irgendwann dem Spiegelbild deiner eigenen Marke stellen. Ich habe mir meine Internetseiten angeschaut – ortwinschneider.de und fotomagic.de. Sagen wir es so: Wenn meine Fotografie so aussehen würde wie der aktuelle Stand dieser Seiten, hätte ich ein Problem. Gerade in der Studiofotografie und bei meinen Workshops geht es mir doch um Ästhetik, um Tiefe, um Geschichten.

Also habe ich mir einen Freund geschnappt, und wir haben das Ganze erstmal in den Wartungsmodus geschickt. Wir bauen neu. YouTube, Facebook, Instagram – all diese Fäden müssen zusammenlaufen. Eine Website ist wie ein gut ausgeleuchtetes Set. Sie gibt dem Betrachter Orientierung, führt den Blick.

Dabei bin ich über etwas gestolpert, das mich wirklich beschäftigt: Ich habe auf meinen alten Listen noch etwa 1000 Follower beziehungsweise E-Mail-Abonnenten. 1000 Menschen, die sich irgendwann mal für meine Arbeit interessiert haben. Aber das Ganze ist vier Jahre her.

  • Soll ich sie einfach mit einem neuen Newsletter anschreiben?
  • Soll ich sie sanft reaktivieren und fragen, ob sie noch dabei sein wollen?
  • Oder ist das nach vier Jahren einfach kalter Kaffee?

Ich bin da wirklich noch unschlüssig. Licht braucht einen klaren Fokus, und den muss ich hier erst noch finden. Vielleicht sagt ihr mal: Wie würdet ihr das tun? Lasst es mich gerne in den Kommentaren unter dem Video wissen.

Licht formen – auch im kleinen Rahmen

Vielleicht ist es euch im Video aufgefallen: Ich habe mein Setup für den Vlog ein kleines bisschen verändert. Die Kamera steht jetzt frontal auf mich gerichtet, hinten im unscharfen Bereich seht ihr meine Bücher und ein paar Dinge, die mir etwas bedeuten.

Ich habe einfach mal ein bisschen Licht aufgebaut. Nichts Großartiges, kein riesiges Kino-Setup. Aber genau diese kleinen Schritte gehören dazu. Ein kleines Spitzlicht hier, ein weicher Schatten da – das ändert sofort die emotionale Ebene dessen, was ich erzähle. Licht ist Emotion, egal ob bei einem aufwendigen Urban-Shooting oder eben hier, wenn ich einfach nur zu euch spreche. Fangt an, das Licht in eurer direkten Umgebung zu sehen und zu nutzen. Es verändert alles.

Die Werbefalle: Von Erwartungen, Illusionen und einer lustigen Überraschung

Kommen wir zum eigentlichen Thema dieser Woche, und gleichzeitig zu der Geschichte, über die ich am meisten lachen musste. Es geht um Werbung. Werbung ist wie ein extrem starkes Gegenlicht. Wenn es gut gemacht ist, fasziniert es dich. Es zieht dich magisch an. Wenn du aber nicht aufpasst, blendet es dich völlig, und du siehst nicht mehr, was sich im Schatten verbirgt.

Ich bin von der Firma SmallRig angeschrieben worden. Das ist eine Marke, bei der ich wirklich gerne einkaufe. Die Qualität stimmt, die Preis-Leistung passt, mein Equipment besteht zu einem guten Teil daraus. Sie hatten ein Angebot: „Bestelle etwas und du bekommst ein Weihnachtsgeschenk im Wert von 100 Euro.“

Da ging in meinem Kopf natürlich sofort das Kopfkino los. Ein 100-Euro-Geschenk von einem Kamera-Zubehör-Hersteller? Wow! Vielleicht eine neue Klemme, ein Magic Arm, den ich immer schon mal testen wollte? Die Werbung war so gut platziert, sie war ein perfekter Kaufanreiz. Ich fragte sogar meinen Kumpel Uwe, den Videografen, ob er noch was braucht, damit wir die Bestellung vollbekommen.

Wir haben bestellt. Und dann kam das Paket. Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind. Ich packe es aus – und ja, sie haben genau das geliefert, was sie versprochen haben. Wortwörtlich.

„Sie haben mir genau das geschickt, was sie gesagt haben: Ein spezielles Weihnachtsgeschenk. Einen Weihnachtskranz mit Kugeln. Merry Christmas.“

Kein Kamera-Zubehör. Ein echter, dekorativer Weihnachtskranz. Ob das Teil nun wirklich 100 Euro wert ist, sei mal dahingestellt. Aber es war ein fantastischer Spiegel, der mir vorgehalten wurde. Wie leicht lässt man sich auf Werbung ein? Wie schnell baut der eigene Kopf eine cinematische Illusion auf, die mit der Realität nichts zu tun hat?

Versteht mich nicht falsch: Ich finde SmallRig immer noch klasse und werde weiterhin dort kaufen. Aber ich werde mich nie wieder von einem „Geschenk“ zu einer Bestellung verleiten lassen, die ich nicht ohnehin getätigt hätte.

Fazit: Was im Licht glänzt, muss man im Schatten prüfen

Hoffnung, Erwartung, die eigene Vorstellung und die Realität – das passt manchmal einfach nicht zusammen. Das gilt für die Fotografie, das gilt für den Aufbau einer Selbstständigkeit, und es gilt erst recht für verlockende Werbeangebote.

Ich nehme aus dieser Woche mit: Flexibel bleiben, wenn die Planung platzt. Den Mut haben, alte Dinge (wie die Website) einzureißen und neu zu bauen. Das Setup immer wieder durch kleines, feines Licht zu verbessern. Und vor allem: Den Humor nicht verlieren, wenn man sich von einem cleveren Marketing-Trick hat blenden lassen.

Schaut euch unbedingt das Video dazu an, da zeige ich euch den legendären Kranz noch einmal in voller Pracht. Wenn ihr Lust habt, checkt auch die Links in der Videobeschreibung für die anstehenden Workshops aus. Ich freue mich extrem darauf, mit euch im Studio zu stehen, echtes Licht zu setzen und Geschichten zu erzählen, die weit besser sind als jede Werbe-Illusion.

Ich hoffe, bei euch ist das anders als bei meiner Bestellung: Eure Hoffnungen werden erfüllt, eure Vorstellungen decken sich exakt mit der Realität. Habt ein paar schöne, ruhige Tage. Wir sehen uns beim nächsten Mal.

Schön, dass ihr dabei wart!
Euer Ortwin

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