Willkommen zum Abenteuer Business: Wenn aus Licht und Schatten eine echte Unternehmung wird
Hallo und willkommen! Ich bin Ortwin Schneider. Viele von euch kennen mich, wenn ich über Licht setze, über Schatten philosophiere und darüber spreche, wie wir echten Emotionen in der Peoplefotografie Raum geben. Fotografie ist für mich weniger Technik und Specs, sondern vielmehr das Einfangen von Gefühlen. Aber heute nehme ich euch auf eine etwas andere Reise mit. Eine Reise, die jetzt genau in diesem Moment beginnt und in etwa vier Monaten ihren ersten großen Höhepunkt finden wird.
Schaut mal, wir Fotografen reden oft über Blenden, über filmische Looks und darüber, wie wir mit Dauerlicht eine Szene dramatisch ausleuchten. Aber was passiert eigentlich hinter den Kulissen, wenn man aus dieser ganzen Leidenschaft eine Teilselbstständigkeit aufbauen will? Genau das ist mein neuer Weg, und ich habe beschlossen: Ich nehme euch komplett ungefiltert mit.
„Ich nehme euch mit auf eine Reise, die jetzt beginnt und die dann endet, wenn das erste Fotoshooting, was Ziel dieses Business ist, auch durchgeführt wird.“
Warum eigentlich das Ganze? Back to the Roots
Lasst uns ehrlich sein: Im echten Leben bin ich eigentlich Maschinenbauer und Produktionsleiter. Ich bin es gewohnt, große Objekte zu leiten und viel mit Menschen zu kommunizieren. Aber das Kreative, das Spiel mit dem Licht, das hat mich nie losgelassen.
Angefangen hat meine Reise vor fast 40 Jahren. Damals, als Studio-Assistent in einem riesigen Fotostudio. Stellt euch das vor: Da standen noch diese massiven Großformat-Kameras. Ich stand da mit dem schwarzen Tuch vorm Kopf, alles komplett analog, und wir haben das Licht noch richtig physisch spüren müssen, wenn die großen Blitze abfeuerten. Diese Faszination für das Handwerk, für das Erschaffen von Welten, brennt noch immer in mir. Im Laufe der Jahre habe ich drei eigene, riesige Fotostudios gebaut – bis zu 900 Quadratmeter groß. Ich liebe aufwendige Shootings. Gebt mir Nebel, Feuer, Wasser und spannende Menschen, und ich bin in meinem Element.
Warum also jetzt dieser Schritt in die Teilselbstständigkeit? Ganz einfach: Weil ich Bock drauf habe. Ich bin gern mit Menschen zusammen, ich kreiere gern emotionale Bildwelten und ich gebe mein Wissen wahnsinnig gern in Workshops weiter. Aber damit ich mich am Set voll und ganz auf das Licht, die Stimmung und die Story konzentrieren kann, muss das Fundament stehen.
Der Plan: Zusammen stark mit dem Kreativquartier
Ich bin ein Freund davon, Dinge klug anzugehen. Deshalb mache ich dieses Projekt nicht komplett allein im stillen Kämmerlein. Zusammen mit meiner Partnerfirma, dem Kreativquartier, stellen wir ein richtig starkes fotografisches Angebot auf die Beine.
Die Rollenverteilung ist dabei ganz klar: Ich bin der ausführende Künstler. Ich scoute die Locations, spreche mit den Modellen, plane die filmischen Licht-Setups und leite am Ende die Shootings. Das Kreativquartier übernimmt das, was uns Kreative oft den Nerv raubt: die Werbung, die Buchungen der Kunden und die komplette Abrechnung. So kann jeder das machen, worin er am besten ist.
Location Scouting: Wo die Magie passiert
Unser Hauptaugenmerk für die ersten großen Events liegt auf der Zeche in Hamm. Eine unglaublich intensive Location. Wer meine Arbeit kennt, weiß: Ich brauche keine cleanen, weißen Wände. Ich brauche Struktur, Tiefe, industriellen Charme. Ich brauche Orte, an denen Schatten ganz natürlich Geschichten erzählen können. Diese alte Zeche bietet genau jene raue Leinwand, die wir mit unserem Licht – sei es Available Light oder kinoreifes Dauerlicht – in etwas Magisches verwandeln werden.
Die Seele der Bilder: Unsere Modelle finden
Die beste Location nützt nichts ohne die richtigen Menschen vor der Kamera. Aktuell bin ich intensiv dabei, meine Modelle zusammenzutrommeln. Aber wie macht man das richtig für so ein Business?
Ich habe auf meine alten Kontakte zurückgegriffen, aber auch auf Instagram und Facebook gestöbert. Wenn ich jemanden sehe, der diese gewisse Tiefe im Ausdruck hat, schreibe ich ihn an. Dabei ist mir eines extrem wichtig: Authentische Kommunikation von Anfang an. Ich schicke den Modellen direkt das Location-Video der Zeche mit, damit sie die Stimmung spüren. Und dann? Dann greife ich zum Telefon.
„Was auch ganz wichtig war: Ich habe direkt um telefonische Rücksprache oder um ein Treffen gebeten. Eines der Treffen habe ich gleich noch hier im Video – da bin ich dann einmal mit im Studio.“
Künstler wie Fantine, Time Flies, Fuchsteufelswild und Miss Peggy Topas (ihre Künstlernamen, denn Privatsphäre ist entscheidend!) sind bereits auf der Liste. Mit Miss Peggy Topas habe ich mich direkt in ihrem Studio – dem Mietstudio Färber – getroffen. Wenn ihr euch das Video anseht, nehme ich euch direkt in dieses Gespräch mit. Es geht nicht nur darum, ob jemand gut vor der Kamera aussieht. Es geht um den Vibe. Verstehen wir uns? Vertrauen wir uns? Nur wenn dieses Band besteht, fallen später am Set die Masken und wir fotografieren echte Emotionen.
Das unromantische, aber wichtige Fundament
Ich weiß, wenn ich über Steuern spreche, schaltet bei den meisten Fotografen das Gehirn auf Durchzug. Aber glaubt mir: Wenn das Gerüst nicht steht, stürzt das schönste kreative Konzept in sich zusammen.
Wir klären gerade die harten Fakten:
- Gagen und Fahrtkosten: Was rufen die Modelle auf? Ist die Anfahrt bereits inklusive?
- Mehrwertsteuer: Kalkulieren wir brutto oder netto? Wenn ich mit dem Kreativquartier abrechne, muss das wasserdicht sein.
- Model Release und Bildrechte: Was darf der Fotograf später mit den großartigen Aufnahmen machen? Und was das Model? Klare Verträge schaffen emotionale Freiheit beim Shooting.
- Teilnehmer und Stornierung: Ich plane Shootings mit vier bis maximal sechs Fotografen. Mein Idealziel sind vier Leute. So kann ich mich intensiv um jeden kümmern, Tipps zum Licht geben und die Aufbauten genau erklären. Wenn diese Zahl nicht erreicht wird, brauchen wir faire Stornierungsfristen (etwa eine Woche vorher), damit niemand draufzahlt.
Für diese ganzen Organisationsdinge nutze ich digitale Planungstools. Dort sammle ich Kontakte, schreibe Skripte und halte meine Gedanken fest. Das gibt mir den Kopf frei für das, was wirklich zählt: Die Bildsprache.
Fazit: Begleitet mich auf dieser Reise
Was euch in den nächsten Wochen und Monaten auf diesem Kanal erwartet, ist die ungeschminkte Wahrheit über den Aufbau einer fotografischen Teilselbstständigkeit. Wir werden über die Kalkulation des Risikos sprechen, über Versicherungen, und natürlich werde ich euch im Detail zeigen, welche Kameras, welche Objektive und welche filmgetriebene Lichttechnik (Blitz vs. Dauerlicht) ich für dieses spezielle Abenteuer einsetze.
Es wird eine spannende Zeit, und ich möchte, dass ihr ein Teil davon seid. Schaut euch unbedingt das Video oben an, besonders das Behind-the-Scenes-Material, wenn ich mit Miss Peggy Topas in ihrem Studio die ersten Eckpfeiler setze.
Und ganz wichtig: Was wollt ihr wissen? Habt ihr eigene Herausforderungen beim Aufbau eures Portfolios? Verzweifelt ihr an Modelverträgen oder der passenden Location? Schreibt es mir in die Kommentare unter das Video. Ich baue eure Fragen in die kommenden Beiträge ein oder reiche sie an Leute weiter, die es noch besser wissen als ich.
Danke, dass ihr dabei seid, wenn wir gemeinsam aus Licht, Schatten und ganz viel Leidenschaft ein handfestes Business formen. Wir sehen uns nächste Woche!