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Willkommen zu einem echten Abenteuer: Erstes Studio-Shooting mit einem jungen PRE und jeder Menge Licht

Heute nehme ich euch mit in eine Reithalle – nicht für eine Reitstunde, sondern für ein ganz besonderes Shooting. Mona und ihr Pferd Fago sind bei mir, und Fago steht zum allerersten Mal vor einer Blitzanlage. Ein junger, kreativer PRE, der vor positiver Energie nur so sprüht. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich da nicht einfach drauflos knipsen kann. Stattdessen bauen wir gemeinsam ein Set auf, das genug Raum für seine Lektionen lässt, ohne ihn zu überfordern. Und ich zeige euch, wie Licht und Leckerlis zu den eigentlichen Helfern werden.

Schwarzer Hintergrund, Striplights und ein Blitz, der aus der Reihe tanzt

Mein Ziel war klar: Fago soll wie aus dem Nichts auftauchen, nur er und Mona, kein Hallenboden, keine Tore, keine Ablenkung. Deshalb spannten wir einen 6-Meter-schwarzen Stoff quer durch die Halle. Dazu zwei Godox-Blitzköpfe links und rechts mit Striplights, die das Fell von hinten anstrahlen. Warum? Ganz einfach: Pferde von hinten belichtet – das lässt die Muskeln glänzen und holt Struktur ins Fell. Das Geheimnis liegt in den Kantenlichtern. Von vorn kam ein großer 120er Softbox-Schirm, erst seitlich platziert, aber das hat nicht gepasst. Mehr dazu gleich.

Die Technik stand sicher hinter dem Vorhang, Ecoflow versorgte die Blitzanlage, und ein AD 1200 Pro gab nochmal extra Reserve. Ich sage es euch: Erst wenn so ein Aufbau steht, erkennt man, wie viele Handgriffe nötig sind, bevor das erste Bild entsteht. Und dann muss man noch das Pferd überzeugen, dass Blitze nichts Böses sind.

Blitze bändigen – mit Möhren und viel Geduld

„Warum Blitze? Weil man damit das Licht viel besser steuern kann. Und natürlich würdet ihr euch jetzt fragen, Pferde und Blitze, ist das ein Problem? Eigentlich normalerweise nicht, wenn man genug Möhren oder Leckerchen dabei hat.“

Jedes Mal, wenn ein Blitz zuckte, gab es ein Leckerli. Kein Zwang, keine Hektik. Positive Verstärkung – ich glaube, das war der Schlüssel, warum Fago schon nach wenigen Minuten völlig entspannt vor der schwarzen Wand stand und seine Übungen zeigte. Für ihn war das erstmal alles nur ein großes Spiel, bei dem es Möhren regnete.

Mit Licht Geschichten erzählen: Warum ich das Hauptlicht von der Seite nach vorn gezogen habe

Nach den ersten Testbildern sah ich sofort das Problem: Der seitlich stehende Softbox-Blitz warf einen harten Schatten von Mona auf Fago. Das wollte ich um jeden Preis vermeiden. Ich will nicht einfach nur beleuchten – ich will die beiden in ihrer Beziehung zeigen, und da darf nichts stören. Also stellte ich den Hauptblitz frontal auf. Auf einmal war die ganze Szene sauber ausgeleuchtet, die Muskeln und das Fell leuchteten, die Schatten fielen dahin, wo sie hingehörten: nach hinten, ins Schwarz.

Wichtig war auch die Bewegungsrichtung: Mona sollte immer mit dem Kopf in meine Richtung arbeiten, weil sonst die Kantenlichter ihre Wirkung verloren. Wir probierten verschiedene Perspektiven – frontale Seitengänge, spanischer Gruß, Kompliment. Ich musste ständig in Bewegung bleiben, mein Hintern war manchmal mehr vor der Kamera als die Motive – aber ich erzähle euch später, warum das nötig war.

Wenn der Vierbeiner den Fotografen überrascht – das spontane Hinlegen

Fago ist ein kreativer Kopf. Manche Geschenke der jungen Pferde tauscht man lieber um – so wie das unplanmäßige Hinlegen, das er uns schenkte. Mitten im Shooting legte er sich plötzlich hin, ganz ohne Aufforderung. Einfach so, weil er das früher mal mit Leckerlis verknüpft hatte. Ich stand da und dachte: Jetzt bloß nicht die Kamera weglegen!

„Der macht das immer so überraschend. Ich weiß erstmal so gar nichts, und dann so Überraschungsangriff. Der Stier soll ja nicht wissen, von wo man kommt, haben die Toreros sich gedacht, als sie den gezüchtet haben. Total ohne Vorankündigung.“

Genau in solchen Momenten zeigt sich, warum Konzeptfotografie nicht starr sein darf. Man muss bereit sein, vom Plan abzuweichen, wenn das Motiv plötzlich seine eigene Geschichte erzählt. Diese ungeplanten Sekunden sind oft die stärksten Bilder. Bei uns war es das Kompliment mitsamt dem plötzlichen Ablegen, das die Verbindung zwischen Mona und Fago auf eine ganz eigene Art spürbar machte.

Fazit: Ein Shooting, das nach mehr schreit

Als wir nach Stunden die Blitze abgebaut haben, war ich einfach nur glücklich. Nicht nur, weil technisch alles funktioniert hat, sondern weil dieses junge Pferd uns alle mit seiner Gelassenheit und Spielfreude überrascht hat. Das erste Mal vor einer Blitzanlage und dann so ein Verhalten – das zeigt, wie viel Vertrauen Mona und Fago zueinander haben. Technik, Licht, Schatten – das sind nur Werkzeuge. Die Magie entsteht dazwischen.

Schaut euch unbedingt das Video an, um die ganze Energie mitzuerleben. Ihr seht dort die Reaktionen, die Vorbereitungen, mein Hin- und Herlaufen und die Momente, die kein Foto allein einfangen kann. Und wenn ihr selbst mal Pferde mit Blitz fotografiert oder einfach mehr über cinematische Lichtsetzung wissen wollt – schreibt es in die Kommentare. Ich bin gespannt auf eure Fragen und Erfahrungen.

Jetzt gehe ich die Bilder sortieren. Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Licht, Schatten und das gewisse Etwas vor der Linse.

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