Willkommen zur Studiogeschichte: Räume, Licht und ein Neustart
Hallo und willkommen zurück, meine Lieben! Ich nehme euch heute mal wieder mit hinter die Kulissen. Wer meine letzten Videos verfolgt hat, hat vielleicht bemerkt, dass es in der Community ein kleines bisschen Verwirrung regnete. Die Frage, die mir in letzter Zeit am häufigsten gestellt wurde: „Moment mal, Ortwin, was für ein Studio hast du denn jetzt eigentlich? Bastelst du das alte um? Ist das komplett neu?“
Diesen Knoten möchte ich heute für euch platzen lassen. Denn wenn wir über Räume sprechen, sprechen wir als Fotografen immer auch über Identität. Ein Studio ist nicht einfach nur ein Raum mit vier weißen Wänden. Ein Studio ist ein Resonanzkörper für Licht, für Schatten und für die Geschichten, die wir mit unseren Kameras erzählen wollen. Es ist unsere kreative Heimat. Und meine Heimat war schon an einigen spannenden Orten.
„Es gab hier ein paar Verwirrung so nach dem Motto: Was für ein Studio hast du denn jetzt eigentlich? Dann dadurch erzähle ich jetzt einfach mal ganz kurz: Das neue Studio ist mein fünftes Fotostudio und Meetstudio, was ich baue.“
Fünf Studios. Wenn ich das so ausspreche, wird mir erst richtig bewusst, was für eine Reise das eigentlich war. Schaut mal, jedes dieser Studios markierte auch eine kreative Phase in meiner Fotografie. Lasst uns mal einen kurzen Rückblick auf diese Orte werfen, bevor wir in die Gegenwart springen.
Fünf Studios, fünf Kapitel meines Fotografen-Lebens
Ein Raum formt das Bild, lange bevor der Auslöser gedrückt wird. Wenn man Peoplefotografie oder cinematische Konzepte umsetzt, bestimmt die Umgebung, wie das Licht fällt, wie tief die Schatten werden können und welche Leinwand wir überhaupt zur Verfügung haben. Hier ist meine kleine Studio-Historie:
- Studio 1 – Der alte Gutshof: Mein allererstes richtiges Studio. Stellt euch alte Balken vor, dicke Steinmauern und ein Licht, das durch verstaubte Fenster fiel. Es war roh, es war ehrlich. Hier habe ich gelernt, wie Textur und Schattenspiele die Stimmung eines Porträts komplett verändern können. Es war weniger High-End, aber voller Charakter.
- Studio 2 – Das Einkaufszentrum: Ein kompletter Kontrast! Von der ländlichen Romantik ging es in die urbane Geometrie. Hier war das Licht oft künstlicher, die Umgebung hektischer. Es war eine Herausforderung, aber genau dort habe ich meine Liebe für urbane Setups und den Kontrast zwischen Mensch und kalter Architektur weiterentwickelt.
- Studio 3 – Die große Industriehalle: Leute, das war gigantisch. 900 Quadratmeter! Wir hatten fünf verschiedene Aufnahmebereiche. Das war kein Studio mehr, das war eine Spielwiese für groß angelegte, cinematische Produktionen. Wenn du viel Platz hast, kannst du Licht extrem weit wegsetzen. Du kannst mit Nebel arbeiten, riesige Sets bauen. Es war episch.
- Studio 4 – Der Übergang: Das war das Studio, aus dem ich jetzt gerade ausziehe. Ihr kennt es aus den jüngsten Videos. Es hat seinen Dienst wunderbar getan, es war mein Labor für viele Lichtexperimente der letzten Zeit.
- Studio 5 – Die Zukunft: Und das ist das neue Studio, das wir genau jetzt da vorne bauen. Die Essenz aus all den Erfahrungen der letzten Jahre komprimiert an einem neuen Ort.
Die Philosophie des Raumes: Warum der Umzug?
Ihr fragt euch vielleicht: „Ortwin, warum tut man sich das an? Fünf Studios bauen?“ Wenn du den cinematischen Look suchst, bist du ständig auf der Jagd nach Weiterentwicklung. Das Licht ändert sich, die KI kommt als kreativer Sparringspartner hinzu, und unsere Ansprüche an Sets verändern sich ebenfalls.
In meiner Welt ist Licht pure Emotion. Schatten sind nicht einfach nur Bereiche, in denen kein Licht ist – Schatten sind die Orte, an denen die Fantasie des Betrachters beginnt. Um das perfekt steuern zu können, brauche ich eine Umgebung, die kompromisslos auf meine Art der Studiofotografie zugeschnitten ist. Das aktuelle Studio 4 stößt an seine Grenzen, und Studio 5 wird genau die infrastrukturellen Voraussetzungen haben, die ich für meine nächsten Bildideen brauche. Weg von Improvisation, hin zu einem durchdachten Lichtfluss.
Der Umzug: Kabel, Staub und der Kampf mit dem Holz
Aber bevor wir über cinematische Meisterwerke und weiche Lichtverläufe philosophieren, holt uns die Realität ein. Und die Realität sieht aktuell nach ganz viel Staub, Chaos und handwerklicher Arbeit aus. Wer auf Instagram oder in die Vlogs schaut, sieht oft nur die glamourösen Bilder. Aber das hier – der Umbau – das ist das wahre Behind-the-Scenes.
Ihr könnt es im Video sehen: Der alte Fernseher ist bereits abgehängt. Wir haben die Datenleitungen komplett rüber ins neue Studio gezogen. Denn ohne vernünftiges Tethering, ohne die Möglichkeit, direkt in den Rechner zu shooten und blitzschnell auf KI-Tools oder Referenzbilder zuzugreifen, geht heute gar nichts mehr. Das Lager – der dunkle Ort, an dem sich Stative, Lichtformer, Gels und Requisiten über Jahre stapeln – ist zumindest schon mal halbwegs aufgeräumt.
„Wir haben drüben angefangen, die Holzbereiche schon zu machen für die Aufnahmen für die Papierrollen. Das war ein Kampf, okay... aber davon erzähle ich euch morgen.“
Das war wirklich kein Spaß! Einen Aufnahmebereich für große, schwere Papierrollen zu bauen, klingt banal. Aber jeder Fotograf, der viel in der Studiofotografie arbeitet, weiß: Wenn das Hintergrund-System nicht millimetergenau im Wasser hängt, schlägt das Papier Wellen. Und Wellen im Papier werfen im Blitzlicht Schatten. Und Schatten, die wir nicht bewusst setzen, sind der absolute Tod für ein cleanes, hochwertiges Porträt. Es war ein handwerklicher Kampf, harte Arbeit, Kisten schleppen, Holz sägen. Aber wir kommen voran!
Eure Fragen, unsere Reise – Wie geht es weiter?
Wir stecken mitten im Prozess. Von Studio 4 geht es rüber in Studio 5. Aus einer leeren Fläche entsteht wieder ein Raum für Magie. Ich liebe diesen Prozess. Genauso wie bei einem Shooting, wo man aus Dunkelheit durch das Setzen der ersten Lichter langsam ein Gesicht, eine Geschichte formt, formen wir jetzt diesen Raum.
Morgen gibt es im nächsten Vlog das Update, wie genau dieser „Kampf mit dem Holz“ ausging und wie der Papierrollen-Bereich jetzt aussieht. Ich möchte euch auf diese Reise mitnehmen, völlig ungefiltert. Keine hochpolierte Marketing-Fassade, sondern echte Fotostudio-Gefühle.
„Freut mich, wenn ihr wieder dabei seid. Schreibt auch mal Kommentare oder Fragen, falls ich Fragen beantworten soll.“
Und das meine ich absolut ernst! Habt ihr Fragen zum Umbau? Wollt ihr wissen, worauf man beim Mieten oder Bauen eines Fotostudios achten muss? Interessiert euch ein bestimmtes Licht-Setup, das ich für das neue Studio plane? Oder wollt ihr mehr über den Spagat zwischen klassischer Fotografie und KI-Workflows wissen?
Schaut euch das kurze Vlog-Video oben an, abonniert den Kanal und knallt eure Fragen unten in die Kommentare – egal ob direkt unter dem YouTube-Video oder hier auf dem Blog. Ich nehme eure Themen gerne in die nächsten Vlogs mit auf. Bis morgen, bleibt kreativ und lasst das Licht für euch arbeiten!
Euer Ortwin