Ein Meilenstein im Nordsternpark – und ein riesiges Dankeschön an euch!
Hey Leute, willkommen zurück! Ich nehme euch heute mit an einen ganz besonderen Ort. Ich stehe gerade mitten im Nordsternpark. Die Sonne steht schon ein wenig tiefer, dieses typische, raue Ruhrgebiets-Licht bricht sich in den alten Industriestrukturen. Eigentlich war ich gerade dabei, mental in den Arbeitsmodus zu schalten und mich auf ein bevorstehendes Fotoshooting vorzubereiten, da werfe ich einen kurzen Blick auf mein Smartphone. Und was ich da auf meinem YouTube-Kanal gesehen habe, hat mich ehrlicherweise für einen Moment innehalten lassen.
900 Abonnenten. Neunhundert! Während ich das Video aufgenommen habe, sprang die Zahl sogar noch auf 9001. Für manche mag das nur eine kleine dreistellige Zahl sein, ein Fliegenschiss in der gigantischen Welt von YouTube. Aber für mich? Für mich ist das ein absoluter Meilenstein. Stellt euch das mal bildlich vor: 900 Menschen stehen in einem Raum. Das ist ein ganzer Konzertsaal voll mit Leuten, die sich genau für das interessieren, was ich hier Woche für Woche mache. Menschen, die meine Leidenschaft für Peoplefotografie, für Urbanfotografie und für die feinen Nuancen von Licht und Schatten teilen. Das ist einfach nur verrückt.
Klasse statt Masse: Warum meine Community meine größte Inspiration ist
Ich sage es in diesem Video ganz direkt, weil ich es genau so fühle – und das ist mir wichtig, ohne irgendwelchen Marketing-Bullshit oder aufgesetzte Phrasen:
„Es ist zwar kein riesen Channel, es ist nicht groß, es sind nicht diese 120.000 oder sowas, aber ihr seid das Besondere. Euch interessiert das, was ich tue, ihr verfolgt mich, ihr sorgt dafür, dass ich Spaß habe weiterzumachen.“
Und genau darum geht es in der Fotografie, oder? Es geht nicht um die fetteste Kamera mit den absurdesten Specs. Es geht nicht um Algorithmen oder darum, auf Teufel komm raus den Mainstream zu bedienen. Es geht um Verbindung. Wenn ich ein Bild mache, suche ich nach der Emotion. Ich suche nach dem Moment, in dem das Licht das Gesicht des Models streichelt und der Schatten drumherum eine Geschichte formt. Licht ist Emotion. Cinematische Bildsprache funktioniert nicht durch technische Perfektion, sondern durch Stimmung.
Und genau diese Stimmung, diese Verbindung, habe ich hier mit euch. Ihr seid keine gesichtslosen Klicks. Ihr seid Fotografen, Kreative, Menschen mit Ecken und Kanten, die sich austauschen wollen. Ihr seid mein kreativer Sparringspartner. Dass ihr euch die Zeit nehmt, meine Videos zu schauen und mir Feedback zu geben, treibt mich an. Es treibt mich an, neue Locations zu scouten, tiefer in die Materie einzusteigen und euch ungefiltert mit hinter die Kulissen zu nehmen.
Urbanfotografie im Nordsternpark: Ein Spielplatz aus Licht und Stahl
Aber warum stehe ich eigentlich im Nordsternpark? Schaut mal, das Ruhrgebiet hat eine ganz eigene Melancholie gepaart mit industrieller Härte. Für die Urban- und Peoplefotografie ist das ein absoluter Traum. Hier hast du brachiale Stahlträger, verrostete Rohre und weite, offene Flächen.
Wenn du hier an die Location kommst, musst du das Licht lesen. Wo wirft die Brücke einen harten Schatten? Wo kann ich das Model ins Gegenlicht stellen und mit einem Reflektor eine softe Aufhellung kreieren, die kinoreif aussieht? Ein cinematischer Look entsteht oft genau dann, wenn man Kontraste aushält. Man darf keine Angst vor dunklen Bildbereichen haben. Schatten ist nicht einfach nur die Abwesenheit von Licht – Schatten rahmt das Motiv ein, Schatten erzeugt Tiefe, Schatten lässt Fragen offen. Er ist der Raum für die Fantasie des Betrachters.
Genau für solche Settings lebe ich. Einen Ort suchen, ihn auf sich wirken lassen, die Location verstehen. Und dann das Model genau so platzieren, dass Umgebung und Person zu einer einzigen, glaubhaften Story verschmelzen.
Hinter den Kulissen: Vom Fotografen zum Licht-Assistenten
Nun bin ich heute aber gar nicht derjenige, der die Kamera in der Hand hält und die Regie führt. Das ist nämlich der zweite große Punkt in meinem kurzen Video-Update. Ich warte an der Location auf Uwe.
Warum erzähle ich euch das? Oft denken ja viele in unserer kleinen YouTube- und Instagram-Bubble, dass Fotografen Einzelkämpfer sind. Da ist viel Ego im Spiel. "Mein Bild", "Mein Shoot", "Mein Model". Aber Fotografie macht so viel mehr Spaß, wenn sie ein Teamsport ist. Ich habe meine komplette Ausrüstung im Auto – von den Blitzen bis zu den Reflektoren – und heute bin ich einfach mal der Assistent am Set. Ich helfe Uwe bei seinem Fotoshooting.
„Also ich mache nicht nur selber Shootings, sondern helfe auch.“
Beim Assistieren lerne ich übrigens fast genauso viel wie beim Selber-Shooten. Wenn du nicht die Verantwortung für das endgültige Bild hast, sondern den Reflektor hältst oder das Stativ für den Blitz nachjustierst, hast du plötzlich einen ganz anderen Blick auf das Licht. Du schaust, wie der Hauptfotograf arbeitet. Du siehst, wie sich Schatten verschieben, wenn du die Lichtquelle nur um zehn Zentimeter bewegst. Es ist faszinierend. Und es erdet ungemein. Man tritt einen Schritt zurück, ordnet sich dem großen Ganzen unter und sorgt einfach dafür, dass am Ende geile Bilder entstehen. Egal, wer den Auslöser drückt.
Ein ehrliches Angebot: Lasst uns gemeinsam etwas erschaffen
Aus dieser Erfahrung mit Uwe und als Dank für 900 (und mehr!) Abonnenten, möchte ich euch heute etwas zurückgeben. Ich habe es im Video versprochen und ich meine es todernst:
„Wenn ihr mal Hilfe braucht, wenn ihr in meiner Gegend seid, schreibt mich einfach an, sagt einfach bescheid, das ist auch eine Art Danke zu sagen.“
Fotografie ist ein fortlaufender Prozess. Wir lernen nie aus. Manchmal hängt man an einem Punkt fest, kriegt das Licht im Studiofotografie-Setup nicht so hin, wie man es sich vorstellt, oder man hat eine grandiose Idee für ein urbanes Street-Shooting, aber es fehlt jemand, der den Blitz hält oder einfach mal einen ehrlichen Blick auf den Bildaufbau wirft.
Wenn ihr also im Ruhrgebiet oder in meiner Ecke unterwegs seid, ein Shooting plant und denkt: "Mensch, ein zweites Paar Augen oder helfende Hände für mein Lichtsetup wären jetzt genial" – meldet euch. Schreibt mir eine Nachricht, lasst uns vernetzen. Die beste Form, wie wir uns als Fotografen weiterentwickeln können, ist nicht das Konsumieren von unzähligen Theorie-Videos, sondern die Praxis. Rausgehen, machen, Fehler machen, korrigieren – und dabei Spaß haben.
Fazit: Die Reise geht weiter – hin zur 1000!
Dieser kleine Vlog aus dem Nordsternpark war nur ein spontaner Einfall, weil ich meine Freude in dem Moment in Worte fassen wollte. Aber er steht für das, was diesen Kanal ausmacht: Ungefiltert, ehrlich, direkt aus dem echten (Fotografen-)Leben.
Was könnt ihr aus diesem kleinen Update mitnehmen?
- Zahlen sind zweitrangig, Engagement ist alles: Egal ob auf Social Media oder im echten Leben – baut euch ein Umfeld auf, das echte Verbindungen schätzt. Eine kleine, treue Community ist unendlich viel mehr wert als eine anonyme Masse.
- Seid auch mal der Assistent: Wenn ihr die Chance habt, anderen Fotografen bei einem Shooting zu helfen – tut es! Zieht euch das Ego aus, greift zum Reflektor und beobachtet Licht und Schatten mal aus der zweiten Reihe. Es ist das beste Training für euer fotografisches Auge und für eure cinematisches Bildverständnis.
- Nutzt die Locations vor eurer Haustür: Orte wie der Nordsternpark bieten unendlich viele Möglichkeiten für spannende Storys in der Urbanfotografie. Geht mit offenen Augen durch eure Stadt.
- Meldet euch bei mir: Mein Angebot steht. Wenn ihr Hilfe beim Lichtsetzen braucht oder einfach mal zusammen shooten wollt, sagt Bescheid.
Bevor ich jetzt zu Uwe sprinte und mich hinter den Reflektor klemme: Schaut euch oben das kurze Video an, gebt ihm einen Daumen hoch, wenn ihr die Reise hier genauso feiert wie ich, und lasst mir unbedingt einen Kommentar da. Was ist eure Lieblings-Location in eurer Umgebung? Hattet ihr schon mal die Chance, bei einem anderen Fotografen zu assistieren und was konntet ihr dabei lernen?
Ich danke euch von Herzen für 900 Abos. Wir sehen uns im nächsten Video – dann schnappen wir uns wieder tiefgründige Themen rund um Licht, Schatten und wie wir mit unseren Kameras echte Geschichten erzählen. Bis dann, tschüss, euer Ortwin!